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Leichtathletik

Bericht über Hoa Dinh Thi.

Ludwigshafener Rundschau 11. Februar 2014 - Lokalsport

Hoa-Bericht Rheinpfalz

Faul, aber schnel

Von Saskia Helfenfinger-Jeck 
Mutterstadt. Spikes und Smartphone sind Hoa Dinh This’ tägliche Begleiter. Regelmäßig studiert die Elfjährige von der TSG Mutterstadt inzwischen die Leichtathletik-Datenbank. Ruft sie die Altersklasse U12 auf, beginnt die Sprinterin zu lächeln und die silberfarbene Zahnspange blitzt im gedämpften Licht der Ludwigshafener Leichtathletikhalle. Deutschlandweit war über 60 Meter in dieser Hallensaison bisher keine schneller als sie.Schon fast im Wochenrhythmus verbessert der Youngster seine Zeit.


8,47 Sekunden steht nach dem ersten Februarwochenende für sie zu Buche, gelaufen beim internationalen Vergleichskampf in Luxemburg.Ein solches Talent hatten die beiden Mutterstadter Übungsleiter Klaus Schaible und Elke Wilhelm schon lange nicht mehr unter ihren Fittichen. „Sie ist noch jung. Man muss abwarten, wie sie sich entwickelt“, gibt Elke Wilhelm zu bedenken. Vor knapp vier Jahren stand Hoa Dinh Thi plötzlich da, wollte einfach mal mittrainieren bei den Leichtathleten der TSG Mutterstadt. „Ich hatte mal ganz kurz Kunstturnen gemacht, aber das hat mir überhaupt nicht gefallen. Und da dachte ich, ich schaue mir mal die Leichtathletik an“, erzählt sie. Klaus Schaible brauchte nicht lange, um zu merken, was für einen Rohdiamanten er da hatte. Der Sprint ist Hoas’ Metier, auch wenn sie bei Pfalzmeisterschaften schon über die Hürdendistanz, im Hoch- und Weitsprung die Konkurrenz das Fürchten lehrte. „Sie lebt von ihrer Schnelligkeit“, unterstreicht Elke Wilhelm. Mit elf Jahren steht Hoa – was übersetzt übrigens Blume bedeutet – noch ganz am Anfang. Ihren Laufstil bezeichnet Schaible als unorthodox, zudem sei die Startphase ausbaufähig.„Ich wusste von Anfang an, dass ich Sprinterin werden wollte“, sagt Hoa im Brustton der Überzeugung. Und doch ist sie vielseitig, taucht auch über 800 Meter in den Ergebnislisten auf. „Gezwungenermaßen“, lacht Elke Wilhelm, die – wie auch ihr Trainerkollege Klaus Schaible – Wert auf eine breite leichtathletische Ausbildung legt. Ihr größtes Manko sei ihre Faulheit, gibt die elfjährige Schülerin der Integrierten Gesamtschule Mutterstadt zu. „Sie braucht mal eine Niederlage, um ihren Ehrgeiz zu wecken“, meint Schaible schmunzelnd.

Obwohl sich Hoa mit der Leichtathletik eine Individualsportart ausgesucht hat, sieht sie sich selbst keineswegs als Einzelkämpferin. Die Mutterstadterin braucht vielmehr ihre Trainingsgruppe, ihre Freundinnen. Hier fühlt sie sich heimisch und auch ein Stück weit geborgen. Andere Vereine sind schon auf die talentierte Sprinterin aufmerksam geworden, doch die TSG Mutterstadt bleibt für Hoa erste Wahl. Hier genießt sie sozusagen ein All-inclusive-Programm, wird von den Trainern zu den drei bis vier Trainingseinheiten pro Woche und zu den Wettkämpfen abgeholt und wieder heimgefahren. „Für die größeren Vereine wird Hoa erst in drei, vier Jahren interessant. Jetzt ist sie noch zu jung“, glaubt Elke Wilhelm. Bis dahin will die Elfjährige noch einige Titel sammeln und Bestzeiten aufstellen. Im Sommer wird sie sich erstmals an die 75 Meter – die Freiluft-Sprintdisziplin in der Altersklasse U12 – heranwagen. Angst davor hat die Mutterstadterin nicht, vielmehr freut sie sich darauf. Klaus Schaible traut ihr eine Zeit unter zehn Sekunden zu. Wenn Hoa ihr Smartphone in die Hand nimmt, einen Blick in die Leichtathletik-Datenbank wirft, wird sie sehen, dass man 2013 mit 10,30 Sekunden Schnellste in dieser Altersklasse war. Kein unmögliches Unterfangen für Hoa Dinh Thi.

   

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