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Danke und Beitragsreduzierung an unsere treuen Mitglieder der TSG Mutterstadt

Schwere Zeiten, Corona Zeiten.
Unser Sport und das Vereinsleben leidet sehr unter der Situation.
Leider mussten wir, bedingt durch den Shutdown unsere Sporthalle im November erneut schließen. Jeglicher Sport in geschlossen Räumen wurde verboten, so dass wir unsere Sportstunden und Trainings nicht mehr anbieten durften und dürfen.
Ihr möchtet Sport treiben, dürft aber nicht.
Wir wollen unseren Sport anbieten, dürfen es aber auch nicht. Trotz der bedauerlichen Schließung der Halle und der Einstellung des Sportbetriebs fallen weiterhin laufende Kosten an, die Versicherungen und Beiträge an den Sportbund und die Fachverbände laufen weiter, ebenso die Fixkosten für die Halle.
Unsere Trainer/innen und Übungsleiter/innen haben sich alle sehr fair und solidarisch mit dem Verein verhalten, dafür vielen Dank.
Da die Mitglieder, bis auf wenige, unserer TSG Mutterstadt treu geblieben sind, möchte wir uns bei den treuen aktiven Mitgliedern bedanken.
Wir werden, die in der letzten Mitgliederversammlung, beschlossene Beitragserhöhung um 1 Jahr auf das Jahr 2022 verschieben.
Zusätzlich bekommen die aktiven Sportler, die ihren Sport nicht ausüben können, im Jahr 2021 einen Monatsbeitrag weniger abgebucht.
Ich bin guter Hoffnung, dass es wieder bessere Zeiten gibt und wir uns in der Halle und in unserer Gaststätte wieder treffen können.
Bis dahin passt auf euch auf und bleibt gesund. Haltet uns bitte weiterhin die Treue, es kommen auch wieder bessere Zeiten.

selbstverständlich kann der Monatsbeitrag gespendet werden, hier die IBAN-Nr. IBAN DE76 6709 0000 0086 2276 49
   

Leichtathletik

Orden für Ehrenamt

Der Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland, Dr h.c. Joachim Gauck hat dem Ehrenpräsidenten der TSG Mutterstadt 1886 e.V., Horst F. Reimer, die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen. Diese Medaille wird für besondere Leistungen auf politischem, wirtschaftlichem, kulturellem, geistigem oder ehrenamtlichem Gebiet verliehen. Horst F. Reimer wurde für sein überaus großes Engagement auf dem ehrenamtlichen Gebiet, das er „seinem“ Verein angedeihen ließ, geehrt: als Achtjähriger trat er in den Verein ein und ging in den Abteilungen Turnen, Handball und Faustball seinen sportlichen Aktivitäten nach. Mit 21 Jahren übernahm er sein erstes Ehrenamt als 2. und avancierte bald zum 1.Schriftführer. Hierauf folgte das Amt des 3. Vorsitzenden, bis er dann am 15.03.1969 von der Mitgliederversammlung zum ersten Vorsitzenden des Vereins gewählt wurde. Dieses Amt begleitete er die folgenden 40 Jahre, um dann bei der Amtsübergabe an seinen Nachfolger Klaus Maischein zum Ehrenvorsitzenden des Vereins ernannt zu werden. Nebenbei war R. von 1974 bis 1984 im Kulturausschuss der Gemeinde Mutterstadt und lange Zeit als Revisor im Leichtathletikverband Vorderpfalz tätig.

In einer Feierstunde wurde am 19.12.2012 im Historischen Rathaus in Mutterstadt vor über 60 geladenen Gästen von Jürgen Häfner, Staatssekretär im Ministerium des Innern, für Sport und Infrastruktur, Mainz, diese hohe Auszeichnung überreicht.
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In seiner Begrüßung fasste der Bürgermeister, Hans-Dieter Schneider zusammen: „Was wäre unser Gemeinwesen, unsere Kultur-, Sportvereine und soziale Organisationen ohne Menschen, die, ohne gleich nach einer Bezahlung zu fragen, ihr wertvolles Gut, ihre Zeit, einbringen und dies nicht nur projektbezogen über einen kurzen Zeitraum, wie es heutzutage eher geschieht, sondern über viele Jahre hinweg? Sicherlich wären sie nicht existenzfähig und unser Land wäre um ein gutes Stück Lebensqualität ärmer.“
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Der Staatssekretär stellte in seiner Festrede unter Anderem fest, dass in Rheinland-Pfalz in 6.300 Sportvereinen fast 1,5 Mio. Bürgerinnen und Bürger Mitglied seien, dass aber insgesamt ca. 3 Mio. aktiv Sport betreiben. „Wie sollte das ohne die Ehrenamtsinhaber funktionieren?“

Wegen seiner verschiedenen ehrenamtlichen Aktivitäten wurde Horst F.Reimer bereits 1994 mit der Ehrennadel des Landes Rheinland-Pfalz und im Jahre 2009 bei der Verabschiedung aus seinem Amt mit der Willi Kolb Plakette, der höchsten Auszeichnung des Deutschen Turnerbundes ausgezeichnet.

Der erste Gratulant war der Schatzmeister der TSG, Wegbegleiter und guter Freund von Horst F. Reimer über lange Jahre: Werner Wessa. Er erinnerte in seiner Rede daran, dass der Vorgänger von R., der ebenfalls langjährige TSG-Vorstand, Wilhelm Spoor, bereits mit dieser hohen Auszeichnung geehrt wurde. Er resümierte den Werdegang seines Freundes bei der TSG: 60 Jahre Vereinszugehörigkeit, 50 Jahre Ausschusstätigkeit in verschiedenen Funktionen, 40 Jahre erster Vorstand und zählte dann die markanten und herausragenden Ereignisse auf, die während der 40 jährigen Vorstandschaft zu bewältigen waren: Renovierung der alten Vereinsgaststätte, Umgestaltung und Renovierung der alten Sporthalle, Einbau neuer sanitärer Anlagen, Neugestaltung des Jahngartens, schließlich die Übereignung der gesamten Sportanlage an die Gemeinde Mutterstadt verbunden mit dem Rückerhalt einer neuen, modernen Sporthalle in den Besitz der TSG. Vor allem der letztgenannte Akt sei von großer Weitsicht geprägt gewesen, denn heute stehe der Verein vorbildlich da, sei nicht ganz unvermögend, alle Ämter und Planstellen seien gut besetzt und man könne ruhig und gelassen in die Zukunft blicken. Im Auftrag der Vorstandschaft bedankte er sich beim neuen Ordensträger für die geleistete Arbeit und seine vorbildliche Einstellung zum Ehrenamt mit den Worten: „Dieser einmalige und eindrucksvolle Vereinslebenslauf unterstreicht Deine tolle Lebensleistung und drückt Deine stärksten Tugenden aus, das sind Treue, Beständigkeit und ein ausgeprägtes Pflichtgefühl!“
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Horst F. Reimer bedankte sich bei den Anwesenden sehr herzlich und hob in seinem Schlusswort noch einmal an Beispielen auf seine Art hervor, dass die Welt schon seit allen Zeiten auf das Ehrenamt angewiesen ist.

Umrahmt wurde diese Feierstunde durch drei Musikstücke für Violine und Bratsche, dargebracht von den Geschwistern Ann-Sophie und Jeanette Englmann, die mit ihrem künstlerischen Vortrag aus der Ordensverleihung eine Festveranstaltung machten.
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